Pastoraler Raum

Für das Erzbistum Paderborn sind im 2. Zirkumskriptionsgesetz 87 pastorale Räume mit dem zukünftigen Sitz des Leiters und einem Zeitpunkt der Errichtung festgelegt worden (KA 2010, Stück 1).

Der pastorale Raum bezeichnet den Organisationsrahmen, auf den sich die pastoralen Planungen beziehen. Er ist die Planungsgröße für die Zusammenarbeit unterschiedlicher gemeindlicher und kategorialer Aufgaben, Organisationen, Einrichtungen, Dienste, Verbände, Gruppen, Initiativen und Projekte. Der pastorale Raum bildet ein Netzwerk von profilierten, sich ergänzenden und kooperierenden Gemeinden und pastoralen Orten mit dem Ziel, Kirche vor Ort an den Lebensthemen der Menschen missionarisch zu entwickeln. So entstehen vitale Knotenpunkte kirchlichen Lebens, die die gesellschaftlichen Herausforderungen aufgreifen.

Der pastorale Raum wird rechtlich realisiert als Pastoralverbund, gegebenenfalls in der Sonderform des Pfarrei-Pfarrvikarie-Modells, oder als Gesamtpfarrei.

Auf den pastoralen Raum beziehen sich alle pastoralen Planungen, die von der Frage geleitet sind, wie Kirche zukünftig in einer Großstadt, in einem Mittelzentrum, im ländlichen Raum oder in der Diaspora mit den Lebensthemen der Menschen in Berührung kommen kann. Im pastoralen Raum werden differenzierte Zugänge zu Glaube und Kirche möglich mit vielfältigen Formen der Sammlung und Sendung.

Den pastoralen Raum gilt es als Netzwerkstruktur vielfältiger pastoraler Orte und Gelegenheiten zu entwickeln. Um dies zu realisieren, haben alle pastoralen Räume die Aufgabe, eine Pastoralvereinbarung zu entwickeln.

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Weitere Informationen:

Informationen zu den 88 neuen pastoralen Räumen

"Starterpaket" - Materialien, Hilfen, Regelungen

Förderung innovativer Projekte

Der pastorale Raum als Garten

Pastoralvereinbarung

Verwaltung (Projekt "2014 admin")