Begriff: Pastoralvereinbarung

Die Pastoralvereinbarung beschreibt in einer grundlegenden Veränderungssituation der Kirche das Ergebnis des Such- und Planungsprozesses zur zukünftigen Pastoral für den jeweiligen pastoralen Raum im Erzbistum Paderborn. Sie gibt Auskunft über Ziele, Schwerpunktsetzungen sowie über Maßnahmen zu deren Umsetzung im pastoralen Raum in vernetzten Strukturen von Gemeinden, pastoralen Orten und Gelegenheiten.

Als Grundlage des Planungsweges dienen die zentralen Schwerpunktsetzungen – wie die Pastoral der Berufung – sowie all die Anforderungen an die Kirche in der Welt von heute, wie sie der Erzbischof im Prozess der Perspektive 2014 beschrieben hat.

Eine Pastoralvereinbarung als pastorale Konzeption entsteht unter der Beteiligung vieler Menschen und Gruppen in den Räumen und entwickelt sich aus dem Dreischritt

  • Sehen der Veränderungen und Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft
  • Urteilen im Licht des Glaubens
  • Handeln in vernetzten Strukturen

Die Pastoralvereinbarung beschreibt auch Einsatz und Förderung von Mitarbeitern, die rechtliche Sozialgestalt sowie die Ausrichtungen und Ausstattungen der Gebäude und Projekte. Die Pastoralvereinbarungen werden mit den Dekanaten und dem Erzbistum abgestimmt.

Im Prozess zur Erarbeitung der Pastoralvereinbarung wird auch die formale oder rechtliche Struktur für den pastoralen Raum entwickelt. Leitend hierbei ist die Frage, welche rechtlichen, finanziellen und personellen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen. Im Erzbistum Paderborn werden hierzu drei Modelle vorgeschlagen: die Gesamtpfarrei, der Pastoralverbund mit kooperierenden Pfarreien und der Pastoralverbund als Pfarrei-Pfarrvikarie-Modell. Der Pastorale Raum bietet unabhängig vom Rechtsmodell den Rahmen zur Profilierung vielfältiger zentraler und dezentraler Orte, an denen Menschen heute Zugänge zu Glaube und Kirche erfahren und vertiefen können.

Auf dem Weg der Pastoralvereinbarung werden die zuvor erarbeiteten Pastoralkonzepte sowie die bisherigen Erfahrungen in den Pastoralverbünden berücksichtigt. Alle Pastoralverbünde bisherigen Zuschnitts bleiben aufgefordert, im Rahmen einer Konzeptentwicklung ein Pastoralkonzept zu entwickeln und dieses in die Entwicklung der Pastoralvereinbarung für den entstehenden Pastoralen Raum einzubringen.

(Quelle: Glossar - zentrale Begriffe im Prozess der Perspektive 2014)